Was genau ist eigentlich eine

koronare Herzkrankheit?

 

Die KHK (koronare Herzkrankheit) zählt weltweit zu den häufigsten Herzerkrankungen. Alleine in Deutschland gibt es rund 1,5 Millionen Betroffene. Doch was genau ist eigentlich eine KHK und warum kann eine KHK zu Schmerzen im Brustraum (= Angina pectoris) führen oder plötzlich einen Herzinfarkt auslösen?

 

Der Herzmuskel muss nicht nur die zahlreichen Organe im Körper wie z. B. Gehirn und Nieren zuverlässig mit sauerstoffreichem Blut versorgen, sondern auch sich selbst. Für die eigene Blutversorgung holt sich das Herz allerdings das Blut nicht direkt aus seinen Herzkammern, wie man im ersten Moment denken könnte. Stattdessen erfolgt die Blutversorgung des Herzmuskels über die so genannten Herzkranzgefäße oder Koronararterien, die von der Hauptschlagader (Aorta) abzweigen und den Herzmuskel fein verästelt überziehen.

 



Die Koronararterien (rot dargestellt) überziehen den

Herzmuskel und versorgen ihn mit sauerstoffreichem Blut, wohingegen die Koronarvenen (blau dargestellt) für den Rücktransport des sauerstoffarmen Bluts sorgen.

 

Sind die Koronararterien krankheitsbedingt nicht mehr in der Lage, den Herzmuskel mit ausreichenden Mengen an sauerstoffreichem Blut zu versorgen, spricht man von einer koronaren Herzkrankheit bzw. abgekürzt von einer KHK.



Die häufigste Ursache einer solchen KHK ist dabei die Arteriosklerose (umgangssprachlich Gefäßverkalkung), bei der es stellenweise zu Verdickungen der Gefäßwände und entsprechenden Engstellen (= Stenosen) kommt (Abb. 2), woraufhin der Blutfluss in den betroffenen Arterien stark abnehmen kann.

 







Warum kann eine KHK Schmerzen verursachen?

 

Eine KHK muss nicht in jedem Fall zu Symptomen führen. Zu Beschwerden kommt es erst, wenn die Verengungen der Blutbahn so stark fortgeschritten sind, dass in einzelnen Herzmuskelabschnitten ein deutlicher Sauerstoffmangel auftritt. Dies kann zur Übersäuerung im Herzmuskelgewebe (Abfall des pH-Wertes) führen und Schmerzen im Herzbereich verursachen, was medizinisch als Angina pectoris bezeichnet wird (Angina pectoris = lat. "Brustenge"; angina: "die Enge", pectus: "der Brustkorb/die Brust").

Aufgrund komplexer Nervenverbindungen können diese Schmerzen dann auch in andere Körperregionen ausstrahlen, z. B. in den Schulterbereich, in den Unterkiefer, in den Rücken zwischen die Schulterblätter oder in andere nahe gelegene Körperregionen.

 

Hinweis:

Bei vielen Betroffenen treten die Angina pectoris-Beschwerden nur unter körperlicher Belastung auf, z. B. wenn der Herzmuskel beim Sport oder bei anstrengendem Treppensteigen sehr viel mehr sauerstoffreiches Blut benötigt als dies in Ruhe der Fall ist, aber der Blutfluss in den Koronararterien aufgrund der Engstellen nicht ausreichend gesteigert werden kann.




 



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